Shoemans Trail

The quest for liberation

Month: May 2012 (page 1 of 2)

big sur to santa barbara – coastline to the horizon

weiter gehts über den highway 1 gen süden, die steilküste von big sur – ein sehr malerischer 100km langer küstenstreifen, entlang. sie wird als eine der schönsten im staat gesehen, jap, kann ich bestätigen

 

ab santa barbara spürt man schon die metropol region los angeles, wohnwagen kolonnen soweit das auge reicht

 

die sonnenuntergänge sind trotzdem malerisch

san francisco, bay area – revisited

das zweite mal erreich ich nun san francisco, diesmal bleibe ich länger, im dezember hatte ich nur einen tag.

ich komme bei sean unter, vor über einem jahr in neuseeland haben wir uns getroffen, nun besuche ich ihn zuhause, er wohnt nicht direkt in sf sondern in el cerrito in der bay area, eine halbe stunde von der stadt entfernt, er empfängt mich herzlich und es gibt viele geschichten zu erzählen.

da er tagsüber arbeitet, hab ich genug zeit die die stadt zu erkunden

mit über 800.000 einwohnern gillt sie als viert größte stadt im us bundesstaat, und ihre geschichten sind sagenumwogen

auf mehreren hügeln erbaut herrscht hier ein anderer wind als in so manch anderen amerikanischen städten, menschen auf der strasse, lebendigkeit, hach!

 

auch in parks ist viel los, in der öffentlichkeit darf allerdings kein alkohol getrunken werden, außnahme sind tische von restaurants, allerdings darf man hier nicht rauchen – obwohl man draussen sitzt, sobald man aufsteht darf man das, allerdings muss man das bierchen auf dem tisch stehen lassen, denn auf der  strasse trinken ist ja nicht – crazy people!

 

das öffentliche verkehrsnetz ist super ausgebaut, was echt etwas heißt für amerikanische verhältnisse, sbahn (BART), u-bahn (MUNI), oberleitungs busse man ist nicht aufs auto angeweisen, eher wird man dazu “gezwungen” das auto stheen zu lassen, parkplätze sind spärlich vorhanden, und teuer – um so besser für mich.

außerdem operiert hier das berühmte cable car, eine entwicklung vom ende des 19 jahrhunderts – heute eher touristisch genutzt. mit viel muskelkraft betrieben klackern die historischen wägen durch die stadt, bergauf, bergab

 

mit dem rad kann man die stadt gut erkunden, und von den hügeln bekommt man einen guten überblick

 

am strand wird gerade gefeiert 75 jahre golden gate bridge

 

eines der wahrzeichen, die brücke über das goldene tor, die bucht öffnung der stadt, sie ist 2,8 km lang und 25 m breit, die beiden pylone sind jeweils 227 m hoch und stehen 1.280 m voneinander entfernt, ich fahr einmal hin und zurück, sehr windiger trip, heute mit klarer sicht, öfter mal gibts hier dichten nebel

 

und im berühmten haight ahsbury bezirk, der in den 60er jahren durch janis joplin, jimmy hendrix, the grateful dead und jefferson airplane, sowie die hippie bewegung berühmt wurde gillt heute immer noch als anziehungspunkt für alternative subkultur

 

goodbye san fran, it’s been a pleasure, hello road trip!

westcoast & wine county – hospitality at it’s best

den state highway 1 gen süden immer schön an der küste entlang führt die sich windende strasse durch die mendocino region, es soll der einzige verregnete tag im ganzen monat werden – billy gabel ich an der tanke auf und er lässt mich bei sich pennen, die erste feste behausung seit vegas + eine richtige dusche, ein kurzweiliger abend mit guter musik, alkohol und viel rauch

 

ausgeschlafen und mit sonne gehts weiter an der küste entlang, herrlich 

das meer, die strände, die sonne, die freiheit

 

 

einen abstecher in die wein gegenden sonoma und nappa mach ich auch noch, ist aber weniger spannend, obwohl gutes wetter und golden farbene gegend ist vieles teuer und der verkehr nervenraubend

 

mein nächstes ziel, san francisco!

Redwoods – magnificent trees

eine tagesreise durch grüne hügellandschaft quer durchs land an die pazifik küste bringt mich zum humbold state park, riesige mamutbäume mehr als 2000 jahre alt schießen steil gen himmel. 100 der 137 größten bäume der welt – alles küsten mamutbäume wachsen hier. eine strasse die avenue of the giants führt durch den park, majestätisch 

 

interessanterweise findet genau heute eine partielle sonnenfinsterniss statt, ich komme genau richtig um ein blick durch das fernrohr zu werfen – was ein gefühl in dieser umgebung solch ein naturphänomen zu erleben

 

kurzer größenvergleich

 

typisch amerika, gibts später auch noch einen attraktion der besonderen art – der baum zum durchfahren

Lake almanor, mt. lassen – back to nature

lake almanor, ein angestauter see in the middle of nowhere ist genau das was ich suche, abgeschiedenheit, wasser, wärme – genug um die seele baumeln zu lassen und die natur einzuatmen, das ufer gesäumt von kiefern finde ich eine kleine landzunge, den ganzen tag sonne – ich bleibe 2 tage, yeah!

 

die sonnenuntergänge sind malerisch

 

und im hintergrund thront der größte aktive lavadom vulkan der welt – mt lassen – idyllisch mit schnee geschmückt

 

erinnerungen an neuseeland werden wach, wenn auch nicht vergleichbar, aber dennoch – perfect moments!

Lake Tahoe – too much development

der see tahoe is mit 500 m der zweittiefste der usa, ist ca 500 km² groß liegt auf der grenze von nevada und kalifornien und af knapp 1900m höhe – es ist kalt hier knappe 15°c alles ist touristisch erschlossen, mehrere ski gebiete liegen im nahen umland und wanderwege gibt es auch. zugang zum ufer gibt es an den wenigsten stellen, meist in form von bezahl-parkplätzen, sonst nur privatgrundstücke. das alles zusammen lädt nicht gerade zum verweilen ein, wenn auch schön gelegen aber nicht das was ich will, ich fahr sogar einmal komplett um den see – knapp 120km, aber besser wirds nicht

eine einzige insel gibts immerhin, gelegen in einer bucht, emerald bay – hier gibt es auch sagenumwogene geschichten einer norwegerin die hier am hang ein schlass errichten hat lassen, weil sie die bucht an einen fjord in ihrer heimat erinnert hat, auf der insel wurde dazu das passende wochenend haus gebaut, per ruderboot wurde übergesetzt, ein alter kapitän soll nach abendlicher ruderfahrt von der kneipe verunglückt sein und ein see ungeheuer – ähnl. loch ness soll es auch geben – hört auf den namen tessie

 

durch die wenig von erfolg gekrönte see suche setze ich die reise gen norden fort und sollte doch noch finden wonach mir gelüstet 😉

yosemite – let there be snow

über kleine highways umschiffe ich die sierra nevada – ein hochgebirge das hauptsächlich in kalifornien liegt, fahre durch kleine verschlafene städte auf dem weg, die felswände schießen neben der strasse imposant aus der erde

 

das höhenmeter klettert unaufhaltsam, soweit, das mich am östlichen eingang des yosemite nationalparks schnee und eis auf dem 3200m hoch gelegenen tioga pass empfängt. schon witzig, einen tag zuvor konnte ich mich vor hitze kam erretten und nun erstreckt sich eine winterlandschaft vor meinem auge, extreeme einen tagestrip voneinander entfernt.

der blick auf ellerly lake

 

der park ist mit über 3000 qm riesig und teilt sich in mehrere täler, der touristische verkehr beschränkt sich allerdings auf das zentrale yosemite valley, das tiefer gelegen mit milderen temperaturen zum bestaunen der riesigen granit felsen, der weiten grünen wiesen, klaren gebirgsbächen und der unzähligen wasserfällen einlädt.

 

 

das postkarten motiv durch das tal, das mit unzähligen nadelbäumen gesäumt und massiven granitwänden begrenzt wird

 

durch die extremen weiten wurde der nationalpark mit vielen strassen gepflastert, ohne probleme kann man mehrere stunden durch die wilde natur fahren, für viele familien ein dankbares ausflugsziel, auf dem panorama trail auf luftiger höhe kann man dem touristen strom etwas entgehen und trifft auf einigermaßen ernstzunehmende wanderer und tierische locals

 

der ausblicklohnt allemal, rechter hand das wahrzeichen des parks – der halfdome, die besteigung war im mai noch nicht möglich, da die kabel die den aufstieg ermöglichen noch nicht angebracht waren, von der ferne sieht er er imposanter aus 😉

 

2 nächte verbringe ich im park, im zentralen tal ist durch den tourismus kein wildes zelten möglich, alle unterkünfte sind teuer und zeltplätze rar, am rande sieht das schon anders aus, hier empfehlen nette park ranger auch plätze zum nächtigen, ich würde aber gerne an einem see entspannen, von lake tahoe hab ich viel gehört, versuchen wir da unser glück, also wieder hinters steuer und weiter in den norden über hochgelegene pässe, vorbei an gebirgsseen, endlosen nadelwäldern und viel schnee

death valley – an otherworldly place

schon morgens herrschen hohe temperaturen und ich kann dem thermometer beim klettern zuschauen, mein tagesziel: death valley, der name ist programm.

das ganze gebiet ist ein hitzepol, gehört zu den trockensten gebieten der erde und wurde 1994 zum nationalpark ernannt. von mehreren gebirgsketten umschlossen, staut sich die hitze im tal, morgens um 11 herrschen bereits temperaturen über 40°C im schatten, die klimaanlage läuft auf hochtouren, außerhalb des autos hält man es nur für kurze zeit aus, ein extrem heißer wind bläst, die sonne sticht und das atmen fällt schwer.

entlang des tals gibt es mehrere unterschiedliche sehenswürdigkeiten, von sanddünen über verschiedenfarbige berge, weite ebenen und salzformationen, wie hier im sog. devils golf course

 

der tiefste kontinentale punkt im land (85 m unter NN ) – badwater – ein salz basin

 

durch die vielen mineralien im gestein(gold und silber wurde hier auch vermehrt abgebaut) entstehen kontrastreiche farbspiele der hügelketten

 

vom zabriske point aus sieht man bizarre erosionslandschaften, vor millionen von jahren ist hier ein see ausgetrocknet 

 

um ein wenig vor der hitze zu flüchten gehts hoch auf die black mountains von 1670 m höhe kann man auf das badwater basin und das “tal der toten” an sich blicken, die temperaturen liegen hier nur bei 30°c – zum entspannen

 

selbst nachmittags um 16h zeigt das thermometer immer noch 43 grad celsius an, ich verabschiede mich von dem vermeindllich lebensfeindlichen ort, sobald die bergketten, die das tal begrenzen im rückspiegel zu sehen sind, fallen die temperaturen wieder, weiter geht die reise mit ziel auf die sierra nevada

mojave desert / trona pinnacles – it’s getting hot in here

nach dem totalen overload in las vegas gehts wieder zurück auf die strasse, da der hoover damm nur 40km von vegas entfernt ist, mach ich noch nen kurzen abstecher.

Ürsprünglich boulder damm, nach der nahegelegenen boulder city, genannt, in der glücksspiel in den 30er jahren des 20. jahrhunderts verboten war und die arbeiter, die für das damalige großprojekt arbeiteten ins nahegelegene las vegas gingen, das deswegen mit immer mehr bars und casinos aufwartete. umbenannt wurde er dann in hoover damm nach dem 31. amerikanischen präsidenen um seinen namen zu stärken, hoover stellte sich als präsident zur wiederwahl – in der damaligen weltwirtschaftskrise.

die staatengrenze von nevada und arizona führt direkt durch die staumauer, an einem ende der mauer gehen die uhren eine stunde vor, da arizona nach mountain time (utc-7) arbeitet und nevada nach pacific time(utc-8)

 

und weiter gehts, zurück, über die interstate auf dem man mit max 75 miles/hour “rasen” kann, durch nevada, richtung californien. an der staatsgrenze locken direkt casinos am strassenrand mit günstigen angeboten – in nevada wohlgemerkt, californien hat andere glücksspiel gesetze. der verkehr ist dicht, ich komme langsam voran, die sonne nimmt ab und die temperaturen klettern, vorbei geht es an alten goldgräberstädten, sog. ghosttowns

 

teilweise touristisch erschlossen, als schau-stadt hergerichtet, oder verfallen, bis ich schließlich über die alte route 66 von der hauptader des verkehrs ausbreche und sich nur noch menschenleere strassen, weite vor mir und wüste um mich herrum abzeichnet, ein herrliches gefühl, das erste mal fühlt man die weite richtig – die wärme auch 😉 

 

pünktlich zum sonnenuntergang erreich ich mein ziel: trona pinnacles

natürlich geformte süswasserkalk felsnadeln, mehrere science fiction filme wurden hier gedreht – wegen ihren außerirdischen aussehen…

weit und breit ist hier nichts, keine menschenseele, ich schlafe direkt neben den felsen, ein heißer wind bläst in der nacht und ich friere nicht

las vegas – lights will guide you (far away)

günstiges motel in downtown mit klimaanlage, die sonne brennt, bloody hot, erstmal ausruhn und abends per bus dann auf den strip…

las vegas ist die größte stadt nevada, liegt mitten in der wüste, 583.000 menschen wohnen hier, mal nicht von den ganzen touristen, glücksspielern, stars und wanna be’s, elvis immitatoren, showgirls zu sprechen. alle fliehen aus der normalen welt in die welt der nächst größten showbühne, gleich um die ecke von hollywood. glamour und schick, glücksspiel, casinos, ein lichtermeer, siegfried und roy, david copperfield, paris, new  york, venedig und alte hyroglyphen, geld scheint hier keine rolle zu spielen, eine illusion.

Der traum vom schnellen reichtum, eine junggesellen party, sucht oder neugier sind einige verlangen die mensch hier her zieht. 

die superlative lauert an jeder ecke, bereits aus bildern bekanntes wirkt nun aber auch nur halb real, ein sehr interesantes gefühl.

oben, das mirage, wo die weissen tiger wohnen

unten, venedig – wenn hier die decke 3 mal höher wäre würde vielleicht doch ein wenig städtliches flair wehen

 

unten, new york…das casino – das beste daran die achterbahn davor, hier bekommt jeder für ehrliche 8$ wirklich etwas für sein geld geboten.

 

david copperfield lebt immer noch, zumindest macht die werbung einem glauben, unter 50$ gibt es allerdings keine show von ihm zu sehen, und da 50 mein tagesbudget sind, die die unterkunft fast schon ausschöpft, zauber ich mir doch lieber noch n bierchen auf der strasse

 

ja richtig, in vegas kann man auf der strasse ungestört alkohol trinken, und in gebäuden offiziell rauchen, hier kann der ehrliche amerikaner sich mal so richtig daneben benehmen

 

alle casinos sind großflächig angelegt, hier gillt tatsächlich noch der vorsatz: size does matter, allerdings sind sie wie irrgärten gebaut und wegweiser führen einen ersteinmal komplett im gebäude herum bevor man den ausgang wieder findet, eine zweite welt, hier gibt es weder tag noch nacht, nur das klickern der würfel, das schnappen von karten oder das hysterisch monotone klimpern der spielautomaten, eine unangenehm künstliche kontroll welt, kameras an jeder ecke und sicherheitskräfte hinter jeder zehnten slotmachine

die show draußen ist auch nicht zu verachten, prunkvolle wasserspiele vor dem bellagio, jede halbe stunde werden mit unmengen energie, riesige wassermassen spielrisch durch die luft geschossen, beeindruckend und verschwenderisch zu gleich – wir befinden uns mitten in der wüste, aber egal, das reale leben ist hier ja ein wenig ausgeblendet

 

und weiter geht die reise nach paris, im vordergrund der strip – las vegas boulevard, die mehrspurigste strasse der stadt – teilt sich in süd und nord, knapp 7km lang, die teilung erfolgt im zentrum an einer kreuzung, von der aus wie ein nullpunkt auf einem zeitstrahl die hausnummern von 0 anfangen und durch ein S und ein N gekennzeichnet sind, andere strassen sind entsprechend in nord und süd untertielt, eben je nach ausrichtung der himmelsrichtung. dieses seteil solle man kennen wenn man sich auf die suche nach hausnumemrn macht 😉

die meisten casinos – die fast ausschließlich allesammt hotels sind, befinden sich auf dem südlichen strip, der genaugenommen gar nicht innerhalb der stadtgrenzen liegt, sondern eher in den vororten von paradise und winchester. alle mit eigenen thema, klimatisiert, genug möglichkeiten mensch im bauch zu behalten um ihn gut verdaut am ende des geldes wieder los zu werden, einige schicksaale sieht man auf der strasse, optisch abgehoben von den feiertouristen mit “haste ma n mark” schildern, sitzend, liegend oder hände aufhaltend. ernsthafte strassenmusiker gesellen sich zu den weniger begabten, gern gesehen wird das trotzdem nicht, ist allerdings auch teil der “kultur” – als negativbeispiel wenn man nicht mitspielen will. die ordnungshüter – hier kaum zu sehen schauen gewollt darüber weg, es kommt ein wenig das gefühl auf als ob die hotel bosse die fäden ziehen 

die fassade bröckelt und ich mach mich nach einem tag und zwei nächten auf in die einsame wüste, die flucht von sin city, der beiname des hollywoods für jedermann

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