Shoemans Trail

The quest for liberation

Month: September 2011

one day in a life of a working tourist in wellington, new zealand

7.34
die recycling abfuhr weckt mich, blödes flaschengeklapper, nochmal rumdrehen

8.30
wecker klingelt, nochmal rumdrehen

8.40
aufstehen, duschen, brrr kalt

9.05
raus ausm haus, sonne scheint, yeah! queenstreet runter, vorbei an der bushaltestelle…
richtung courteney place vorbei am liquor store, lecker indian takeaway place,
querfeldein den new world supermarkt gestriffen an die wasserfront – da isser wieder der blick auf die see, den hafen…und der wind, heute besonders stark, fällt merkbar schwer zu laufen, dafür werd ich wach, die haare ordentlich durchgewedelt, makes me feel alive…
vorbei am te papa museum, entlang der waterfront, die mountain ranges der ferne sehen im morgenlicht mal wieder schick aus, der schnee auf den gipfeln ist mittlerweile geschmolzen

9.35
quer durchs cbd richtung pastoral haus, sitz des mininstry of agriculture and forestry, kurz: maf, mein arbeitsplatz level 3, information management
die swipe card verschafft mir zutritt, zweimal piep und ich bin drin, vorbei an der cafeteria, etienne( südafrikaner) und den sys boys ein good morning gewünscht, hitesh (inder) und stewart (engländer) ‘hola’ zugezwinkert. wir 3 versuchen in unserer ecke so viele sprachen wie möglich einzubringen, hitesh mein vorgesetzter spricht hindi,stewart auch n entwickler versucht sich an allem ein bisschen, good times guys!
die neuesten mails lesen und n bisschen schnacken

[zusatzinformation : bei bedarf bitte ignorieren]
die ministerien zuständig für fisheries und agriculture and forestry sind seit 1.7.2011 offiziell verschmolzen, maf hatte letztes jahr schon biosecurity und food safty integriert.
ein paar arbeitsplätze hat der gesamte mergerprozess schon gekostet, der im hintergrund der kosteneinsparung und ent -ürokratisierung angestoßen wurde.
über 2000 angestellte übers ganze land verteilt, inspektoren auf see, an flughäfen, zoll, tausende büroangestellte planlos was demnächst passiert, ministerien verschmelzt man nun eben mal nicht einfach so nebenbei.
menschen brauchen informationen, ein neues intranet muss her, eine informations und interaktions plattform maßgeschneidert, für jedermanns gebrauch, die am besten den anfänglichen holpernden prozess sanft unter die arme greift bzw. auffängt
weiterentwicklung, planung, instandhaltung = mein job 🙂

[technikkram]
cms: dotnetnuke 5.6 pro
server os: win 2k8 r2, iis 7.5
custom build modules: asp.net, c#, .net framework 3.5, entity framework 4.1, generics, linq2sql
database platform: sql server 2008
[/technik ende]
[/zusatz ende]

9.45
hoch den aufzug level 16 post-it room zum morgentlichen scrum meeting, ein agiles projekt sieht eben auch sowas vor und es macht sinn.
rundum werden aufgaben des vergangenen tages und des vor uns liegenden besprochen, post its bewegt, projekt ziele besprochen, probleme diskutiert,auch auf lustiger eben als wir mit personas arbeiten und erstmal die sozialen rahmen derer abstecken
heute anwesend: lieslie (amerikanerin) chefin des web team, karla, auch im web team, stephen, ihrer beider chef, brenden (projektmanager) und karen (informations architektin)
von shift, ner externen agentur, hayden web beauftragter des fisheries ministeriums alle geborene kiwis und louise (aussie) auch von shift die gerade über die letzte userumfrage berichtet

10.11
Zurück am platz, programmcode vom vortag anschauen, frühstücken, tee trinken, rauchen, draußen aufm parkdeck mit cbd blick,
neben dem 20 geschosser vom ministry of health und tv nz

10:30
content workflow wird für die selbstgebauten module der webseite vom business verlangt, die personalabteilungen soll die jobangebote selbst einstellen können und ein publishing prozeß wird aufgesetzt und los geht die geschichte, gestern hab ich mir überlegt wie ichs am gescheitesten angehe und die letzten anforderungen von leslie und karla eingeholt, heute mach ich mich frisch ans werk, wolln wa doch ma sehen wer hier die jobs einstellt, muhahaha….

11:23
dimi (grieche) will bugs im sff melden, ein projekt das ich zugeschoben bekommen hab, sustainable farming fund, ok, stell sie in tfs ein ich kümmer mich später drum, weiter im text…

[zwischendurch]
Nesha (serbe) chef in klein, witzelt über die trennwände der büroboxen des großraumbüros, schon n komischer kautz, immer n witz auf m lippen, sonderbarer humor aber kommt leicht an stromberg ran.
liesle (südafrikanerin) die chefin der entwicklungsabteilung, eine besondere persönlichkeit, man sollte sich mit ihr gutstellen,
südafrikanisch ist übrigens dem holländischem ähnlich. multi kulti im kiwiland, auch bei der regierung, definitiv entspannt die arbeit, die teepausen, das klima ansich….
[zwischen ende]

12:30
mittagessen mit torrey, katie’s mitbewohner – arbeitet im umweltministerium und dan, der mich damals eingestellt hatte, er arbeitet mittlerweile in nem anderen projekt
wir essen an der waterfront, in der sonne mit meerblick und wir sind nicht allein, monkeys…

14:00
release der vorigen version der intranet webseite die nun kotahi heißt (maori für vereinigung, gemeinschaft) in die user acceptance test umgebung, wird alles von externer hand erledigt, unisys, man muss einen implementation plan schreiben, jeden einzelnen schritt zur installation der neuen version aufschreiben, inkl. database backup und allem kleinscheiss, kann nerven, vor allem wenn die sich der zuständige „spezialist„ dann per telefon meldet um sich zu erkundigen was genau er machen soll, read the fucking plan mate! 🙂
die datenbankänderungen werden von kathryn (engländerin) und ihrem team erledigt

15:00
webseite läuft, grober test, allet jut, confirmation mails rausschicken, um weitere tests der user beten, rauchen, whooo, es windet mal wieder sehr, windy welli für wellington existiert nicht ohne grund

15:30
Die sff bugs eliminieren, die neue version in die systest umgebung bringen

16:00
den content workflow part der jobs den letzten schliff verpassen und nochmal testen

17:20
ma kurz die lage in deutschland checken, spiegel.de, joa, könnte besser sein…wann wird denn nun endlich unser lieber herr aussenminister nach draußen begleitet? müssen wir uns wohl nochmal gedulden. dafür stehen die nzd eur wechselkurse gut für mich 🙂
ok, weiter ackern, dimi hat noch mehr anforderungen ans projekt

kurz nach 18h
Meine arbeitszeiten im online timesheet programm vermerkt und den arbeitsplatz gesperrt, raus auf den lambton quay, richtung waterfront, mit musik auf dem ohr der dämmerung entgegen. entlang dem wasser vorbei an foxglove und fronde, am heli pad, good night ihr berge da im hintergrund, der mond ist jetzt eure sonne
Die rugby wm fanzone fängt sich an zu füllen, ich laufe weiter richtung mt. victoria…

18:30
Heeme, erstma wat futtern und dann n bierchen, heute abend geh ich mit petja (deutscher) ins sandwiches, tagsüber ein mexikanisches restaurant, nachts ein guter d’n’b club in der stadt, live on the turntables: goldie! Ha! Ja…

Gegen 24h
Let the show begin
Relativ klein der gute mann, so in etwa auch der sound, musikalisch eher ernüchternd, kam nichts groß außergewöhnliches von ihm, scheit als ob er in den 90ern hängen geblieben ist, ein durchschnittlicher gig, dafür ist der club gut gefüllt der name zieht eben doch noch leute an.
Special drink des abends, absolut goldie, vodka auf eis, ein spritzer zitrone und apfelsaft, yumm
Drum n bass ist neben dub step und reggea groß in neuseeland dementsprechend geht’s auch aufm dancefloor ab…

gegen 2h nachts
Wird dann doch mal zeit in den schnorchel mode zu gehen…good night welli, it’s been a pleasure

Hailstorm Wellington

gestern nachmittag mal wieder ein naturphänomen… der himmel verdunklete sich und für 30 minuten hagelte es bis zu murmel große eiskugeln vom himmel, die temperatur sank um 8 grad währenddessen, brrr getting colder again, passend zum ‘hailmargeddon’ wie eine news seite titelte, ein heftiges gewitter

lt. wetterdienst passiert sowas alle 10 jahre, diesmal anders als bei dem schneephänomen vor ein paar wochen waren die strassen im stadtzentrum komplett weiss, wen auch nur für ein paar stunden…

fühlt sich alle nicht nach global warming an aber eine globale veränderung im klima mit all diesen phänomenen ist schon klar erkennbar

Rugby World Cup 2011 – South Africa – Wales

überaschender weise ruft mich am sonntag n freund an ob ich denn lust hätte das spiel zu schaun, er hat ne freikarte, ja klar… ich bin in 15 min da…

nach 2 bier gings auf ins stadion um südafrika gegen wales spielen zu sehen, mein 2 rugby spiel im stadion, das erste war ja in dunedin. die atmosphäre war großartig, besser als im ersten, eben world cup mässig bei fast aufverkauftem haus

 

hier mal ne spielszene, rugby ist ein schneller sport, anders als american football, weniger unterbrechungen zwischendurch und keine protektoren

[youtube:jyuc-MCb1_U]

das spiel war spannend leider hat südafrika unrechtmäßig gewonnen, ein penalty field goal für wales wurde nicht gewertet

Rugby World Cup 2011 – Go the All Blacks!!!

the games are on!

der rugby world cup 2011 hat begonnen, die kiwis lieben ihr rugby, der sport ist so beliebt wie fussball in deutschland, viele wissen noch nichtmal das neuseeland eine fussball mannschaft hat, die wohl gemerkt in der letzten weltmeisterschaft nie verloren hat, nur eben auch nicht gewonnen 🙂

die eröffnungszeremonie war sehr schick, state of the art, das erste spiel all blacks, die nationalmannschaft neuseelands – der name aufgrund der schwarzen trikots – gegen tonga sehr spannend…

hier der anfang des spiels, aus tradition und zu ehren der maori kultur führen die spieler einen haka auf, damit bin ich früher ja schonmal in berührung gekommen

[youtube:Q69gYlOeArM]

die all blacks haben haushoch gewonnen und stehen neben australien als klare favoriten auf den cup…

castlepoint – weeeeekend!

hach das reisen kommt langsam wieder durch wenn man die ganze zeit in ner stadt rumdümpelt… letztes wochenende erst mt. ruhapehu in den bergen, schnee, alpine szenerie. i like some change every now and then, yeah nah bro… what about a weekend trip to the beach, mhh quite keen, where about? castlepoint, hell yeah!

also kurzer hand freitag sachen gepackt auf gings, torrey und katie im gepäck, erste nacht war recht kalt in der ferienhütte am strand, dafür gleich mal n paar dudes abends beim kippchen kennengelernt, hach diese freundlichkeit der kiwis…sie wollten mit ihrem buggy board erstmal schön die sanddüne runter, crazy kiwis too

das erste was ich dann am nächsten tag vom örtchen sah

 

 

und in die andere richtung..wie im bilderbuch, herrlich, keine touris, nur wind und ein neuer tag

 

 

den haben wir dann auch genutz um am kalkstein cliff entlang zu wandern, sehr imposant, blowholes aus denen das wasser herausschiesst, bizarre durch erosion und wasserkraft geschaffenen feldformationen und in stein konservierte muscheln, let the expedition begin

 

 

 

dangerous rocks, keep away, viele leben fielen dieser küste schon zu opfer…natürlich gibts keine geländer, ist doch neuseeland.

ok nach der expedition erstmal n bissi ins wasser

 

mean! but bloddy cold though! brrr….. nach 20 min wars dann auch genuch, inzwischen waren auch michelle und josh angekommen

und torrey konnte es sich nicht nehmen lassen mal eben durchs bild zu fliegen

am nächsten tag, hiking des kiwis lieblings outdoor aktivität (neben angeln, tauchen, klettern, jagen, skiboarden, kiten, bbq und trinken) – lassen sich auch prima kombinieren!

der catlepoint hill mit seinen 162 metern schreit ja gerade nach: erklimm mich….

 

 

auf der einen seite berg auf der anderen seite cliff, interessante kombination vor allem das gefühl oben angekommen zu sein, sich an den rand zu legen und in die fluten nach unten zu spähen

choice!

 

dann noch ein wenig den tag genießen bei wunderbaren frühlingshaften temperaturen und warmen sonnenstrahlen bevor wir leider die sachen packen mussten und die heimreise durch die wunderschöne wairarapa gegend anzutreten, just mind blowing die landschaft führt einfach nur zum anerkennenden nicken und lächeln, new zealand you’re a true beauty!

goodbye castlepoint it’s been a pleasure

 

 

nächstes wochenende ist dann aber mal wieder stadt angesagt, bisschen concrete jungle ist ja auch net verkehrt, wa…am freitag startet der rugby world cup, ein ganzes land im rugby fieber, go all blacks go to haka the other teams down, whaka yeah!

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